Fährtenleine 5 m oder 10 m – welche Leinenlänge brauche ich wann in IGP und IFH?

Fährtenleine 5 m oder 10 m – welche Leinenlänge brauche ich wann in IGP und IFH?
Fährtenleine 5 m oder 10 m – welche Leinenlänge brauche ich wann in IGP und IFH?

Du stehst nervös in der Nähe deines Abgangs und hast deine Fährtenleine in der Hand. Dein Hund sitzt neben dir und schaut dich erwartungsvoll an. Der Richter wartet auf deine Anmeldung, irgendwo unterhalten sich die Zuschauer, jemand ruft noch schnell „Viel Erfolg!“ rüber – und du spürst, wie dein Kopf alles noch einmal komplett durchcheckt.

Du schaust zu deinem Fährtenhund: Sitzt die Leine wie immer? Hat er sich irgendwo verheddert, liegt die Fährtenleine glatt hinter euch, oder hängt sie gerade ungünstig? Du greifst kurz nach, ordnest sie – und genau in diesem Moment schießt dir der Gedanke durch den Kopf:

„Ist das überhaupt die richtige Fährtenleine?“

Und das ist nicht diese kleine, überflüssige Nervosität. Das ist eine Frage, die dir den Start in die Prüfung verhageln kann – weil sie dich aus deiner gewohnten Routine reißt. Direkt vor dem Beginn eurer Fährtenprüfung willst du dich nicht mehr damit beschäftigen, ob du die richtige Leine in der Hand hältst oder ob sie vielleicht zu kurz oder zu lang ist. Du brauchst in diesem Moment die Sicherheit, dass alles so läuft wie im Training, damit du und dein Hund zeigen könnt, was ihr euch als Team erarbeitet habt.

In diesem Artikel geht es um die Fragen

Was ist in der Fährtenprüfung vorgeschrieben? (IGP vs. IFH)

Das ist in der internationalen Prüfungsordnung der FCI klar geregelt:

Die Länge wird dabei von der Spitze des Karabiners bis zum Ende deiner Leine gemessen – unabhängig davon, ob sie glatt ausläuft, eine Schlaufe bildet oder eine ganz persönliche Stopp-Variante aufweist. Anders als bei einer Schleppleine fürs Spaziergehen kommt es hier auf die exakte Leinenlänge an.

Falls du die Länge deiner Leinen prüfen willst, schau dir bitte meinen Blog-Artikel zum Praxistest für 10-m-Leinen an

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Was bedeutet das für die Ausbildung deines Fährtenhundes?

Im Training wird oftmals eine kürzere Leine bevorzugt, weil viele Hundesportler einfach keine Lust haben, sich mit dem langen Band der Prüfungsleinen auseinanderzusetzen – und mit der kürzeren Leine besser klarkommen. Und kurz vor der Veranstaltung kommt dann das Erwachen:

„Mist, ich muss ja mit 5 m bzw. 10 m suchen! Das habe ich ja noch nie gemacht!“

Die einfachste Lösung (und die beste für dein Kopfkino): Frühzeitig klären, in welcher Stufe du starten möchtest und welche Leinenlänge du dafür brauchst. Wenn du diese dann rechtzeitig in deinem Training verwendest, gewöhnt ihr euch beide an das Material, die Länge und das Gewicht. Dann wird der Prüfungstag nicht zur Leinen-Überraschung.

Mein Grundsatz: Trainiere so, dass euch beiden die Prüfungslänge nicht fremd ist

Je weniger Neues euch am Prüfungstag begegnet, desto leichter bleibst du zusammen mit deinem Hund in eurer Routine. Und genau darum geht es: Du willst am Abgang nicht erst lange überlegen müssen, wie sich die Leine heute anfühlt oder sich beim aktuellen Wetter verhält – du willst zusammen mit deinem Fährtenhund arbeiten und ein tolles Prüfungsergebnis erzielen.

Einstieg mit 5 m oder sogar kürzeren Leinen: warum es für Anfänger oft leichter ist

Für viele Einsteiger ist 5 m (oder im Aufbau auch mal kürzer) ein sinnvoller Startpunkt:

  • Du hast weniger Leinenband, das du sortieren und führen musst – das gibt vielen Anfängern im Fährtensport mehr Sicherheit.
  • Du bist näher an deinem Hund dran und kannst Basics stabil aufbauen: Konditionierung auf den Fährtengeruch, Ansetzen, erste Winkel und vieles mehr.

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Mein Tipp: recht schnell auf die Prüfungslänge wechseln – für Leinenführung und Abstand

So gut ein leichter Einstieg ist: Ich empfehle dir, recht schnell auf die Prüfungslänge zu wechseln. Nicht erst kurz vor der ersten Veranstaltung. Denn erst dann übst du das, was später unter Druck sitzen muss:

  • Ansetzen: Leine aufnehmen und deinen Hund kontrolliert in die Fährte schicken, ohne dass ihn beispielsweise Bremsruckler aus seiner Konzentration bringen. Wenn du dazu tiefer einsteigen willst: In meinem Beitrag „6 Dinge, die du beim Handling deiner Fährtenleine beachten solltest“ findest du konkrete Tipps für genau diese Momente.
  • Winkel: so führen, dass du deinem Hund nicht den Freifahrtschein für Tempoveränderungen schenkst oder ihn durch fehlende Leinenspannung verunsicherst
  • Distanz: wenn es gut läuft, kannst du während des Absuchens spontan mehr Leine geben, um bewusst den größeren Abstand zwischen euch zu trainieren (mit einer 3-m-Leine ist das kaum machbar)

Und genau das verhindert diesen Gedanken in der Prüfung: „Huch – ist die Leine aber lang!“

Und wenn du jetzt die passende Fährtenleine suchst

In meinem Friesenhund Online-Shop kannst du dir die passende Fährtenleine so bestellen, dass sie zu deiner Prüfungsstufe passt und sich im Training genauso anfühlt wie am Prüfungstag. Du findest Fährtenleinen in 5 m und 10 m sowie verschiedene Breiten von 9 mm bis 20 mm. Und wenn du dir bei der Auswahl unsicher bist, schreib mir kurz – dann schauen wir gemeinsam, welche Leine für euren Fährtenalltag am besten passt.

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